Wissenswertes zu unserem Leistungsangebot:

Gynäkologische Vorsorgeuntersuchung

Eine regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchung (alle 6-12 Monate) soll helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Krankheiten vorzubeugen. Je früher solche Veränderungen erkannt werden, umso leichter ist es, diese vollständig zu beheben und eine vollständige Genesung zu erreichen. Die Vorsorgeuntersuchung umfasst:

  • Ausführliches ärztliches Gespräch mit Erhebung der Vorerkrankungen
  • Vaginale Untersuchung
  • Gynäkologischer Tastbefund
  • Scheidensekretuntersuchung
  • Krebsabstrich (PAP-Abstrich)
  • Brustuntersuchung

Sollten hierbei Veränderungen auffallen, so kann eine weiterführende Diagnostik notwendig werden. Für Frauen ab dem 40. Lebensjahr ist außerdem eine jährliche Untersuchung der Brust mit Ultraschall empfohlen.

Ultraschall

Mit dem Ultraschall können Gebärmutter und Eierstöcke dargestellt werden. So können Zysten an den Eierstöcken, Myome, Endometriose und Fehlbildungen der Gebärmutter erkannt werden. Eine weiterführende Untersuchung ist der Dopplerultraschall, der zusätzlich den Blutfluss in den verschiedenen Gefäßen messen kann.

Die Ultraschalluntersuchung der Brust ist in geübten Händen eine sichere und strahlenfreie Methode, um frühzeitig Veränderungen in der Brust zu erkennen. Eine jährliche Ultraschalluntersuchung der Brust ist zu empfehlen. Zusätzlich kann eine Mammographie weitere Sicherheit bringen.

In der Schwangerschaft ist die Ultraschalluntersuchung die sicherste und beste Methode, um das Wohlbefinden des Kindes zu garantieren. Speziell die Messung des Blutflusses in den Gefäßen (Dopplersonographie) der Nabelschnur, des Kindes und der Gebärmutter kann frühzeitig Störungen der Versorgung des Kindes aufdecken und helfen, eine Risikoschwangerschaft zu entdecken.

Die Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft ist für das Kind ungefährlich und kann sooft wie notwendig vorgenommen werden.

HPV-Impfung

In Deutschland erkranken jährlich etwa 4000-5000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs und ca. 1500 Frauen versterben an dieser Erkrankung.

Es gilt heute als bewiesen, dass Infektionen mit Humanen Papilloma-Viren (HPV) beinahe in allen (>99%) Zervixkarzinomen nachweisbar sind und dass diese für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind.

80% aller Frauen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV. Am häufigsten findet die Übertragung bei sexuellem Kontakt statt. Sehr oft verschwindet eine HPV-Infektion wieder von selbst, bei manchen Frauen kann die Infektion jedoch zu Zellveränderungen und zu Gebärmutterhalskrebs führen. Bei der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung wird daher regelmäßig ein Krebsabstrich durchgeführt, um Veränderungen am Muttermund, die zu Krebs führen können, frühzeitig zu entdeckten. Manchmal kann HPV auch Genitalwarzen entstehen lassen.

Seit einigen Jahren gibt es eine Impfung gegen HPV. Diese Impfung verhindert ein Anstecken mit HPV und somit die Entstehung von bösartigen Veränderungen am Muttermund. Dieser Effekt der Impfung ist so eindrucksvoll und klar, dass Fachgesellschaften in fast allen westlichen Ländern eine Impfung aller Mädchen und Frauen zwischen dem 9.-18. Lebensjahr dringend fordern. Die Impfung von Knaben und jungen Männern ist im Sinne einer Ausrottung der HPV-Viren ebenfalls sinnvoll. Bei bereits bestehender Infektion hat die Impfung keinen therapeutischen Effekt. Dennoch lässt sich auch bei Frauen, die bereits einmal eine Konisation (Abtragung eines Teils des Muttermundes bei Krebsvorstufen) hatten, ein eindeutiger Vorteil durch die Impfung erkennen. Die Impfung schützt auch vor Reinfektionen.

 

Vaginalinfektion

Bakterielle Infektionen oder Pilzinfektionen der Scheide sind sehr häufig und können unangenehme Symptome verursachen: Jucken, Brennen und Ausfluss. Je nach Ursache und Stadium sollte eine solche Infektion mit Antimykotika (Pilzmittel) oder Antibiotika behandelt werden. Oft reicht eine lokale Behandlung aus, gelegentlich sollten die Medikamente aber auch oral eingenommen werden.

Infektionen der Scheide sind aber nicht nur unangenehm, sondern können sich auch auf die Gebärmutter und die Eileiter ausdehnen („Eileiterentzündung“). In einem solchen Fall ist eine rasche Behandlung mit Antibiotika unbedingt notwendig, da ausgedehnte Entzündungen auch zu Unfruchtbarkeit führen können oder Operationen notwendig machen können. Insbesondere bei Kinderwunsch, Frühgeburtsbestrebungen oder wiederholten Fehlgeburten müssen Infektionen sehr ernst genommen werden.

 

Myome

Als Myome bezeichnet man gutartige Muskelknoten in der Gebärmutter. Etwa jede fünfte Frau über 30 Jahre hat Myome und bei weitem nicht alle sind behandlungsbedürftig. Myome können aber je nach Lage und Größe auch zu Symptomen wie übermäßiger Menstruationsblutung, Unfruchtbarkeit, wiederholten Fehlgeburten oder auch Harndrang führen. In einem solchen Fall kann seit kurzem eine medikamentöse Therapie angeboten werden.

In manchen Fällen kann aber auch eine Operation notwendig werden, die dann entweder durch die Scheide (Hysteroskopie) oder mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie) erfolgt. Nur selten und bei sehr großen Myomen kann eine Operation am offenen Bauch notwendig sein.

 

Zysten

Zysten der Eierstöcke (Ovarialzysten) kommen sehr häufig vor. Sie können völlig harmlos sein und von selbst wieder verschwinden. Manchmal können Zysten aber auch Zeichen einer Endometriose oder anderen Eierstockerkrankungen sein. Verdächtige Ovarialzysten sollten entfernt werden. Eine genaue Einschätzung kann meist mittels Ultraschall erfolgen.

Sollte sich eine Zyste nicht sicher als harmlos einstufen lassen, so ist eine Kontrolle und in manchen Fällen auch eine Entfernung notwendig. Diese wird fast immer mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie, Minimal Invasive Chirurgie) durchgeführt. Bei Frauen mit Kinderwunsch wird hier besonders auf eine schonende Operation geachtet.

 

Endometriose

Als Endometriose bezeichnet man eine gutartige Erkrankung, bei der die Schleimhaut, die eigentlich nur in der Gebärmutter vorkommt (Endometrium), auch außerhalb der Gebärmutter liegt. Meistens liegen diese Absiedelungen in direkter Umgebung der Gebärmutter, an den Eierstöcken oder den Eileitern. Selten kann es auch vorkommen, dass diese Absiedelungen in die Harnblase, den Darm oder den Raum zwischen Enddarm und Scheide einwachsen.

Hauptsymptom der Endometriose sind Schmerzen, die vor allem während der Menstruation auftreten. Aber auch Zysten an den Eierstöcken können auf Endometriose hindeuten. Neben Schmerzen ist Endometriose auch eine häufige Ursache für Unfruchtbarkeit und sollte daher bei Patientinnen mit Kinderwunsch und Verdacht auf Endometriose abgeklärt werden.

Leider ist Endometriose eine häufig erst sehr spät erkannte Erkrankung. Im Mittel vergehen bis zu acht Jahre zwischen dem Auftreten der Symptome und der Diagnose. Die Diagnose einer Endometriose ist häufig nicht leicht. Bisher gibt es keinen 100%ig zuverlässigen Test. Endometriosezysten an den Eierstöcken können im Ultraschall sehr gut gesehen werden. Die endgültige Diagnose einer Endometriose kann nur mittels einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) erfolgen. Hierbei werden die Endometrioseherde entfernt und unter dem Mikroskop vom Pathologen die Diagnose bestätigt.

Neben der chirurgischen Therapie gibt es auch medikamentöse Therapieansätze bei Endometriose, die alle eine hormonelle Therapie beinhalten. Bei Kinderwunsch kann eine künstliche Befruchtung (IVF) notwendig werden.