Wissenswertes zu unserem Leistungsangebot:

Als minimal invasive Chirurgie bezeichnet man die sogenannte „Knopfloch-Chirurgie“.

Hierbei werden kleine Kameras zum Beispiel in den Bauch (Laparoskopie) oder die Gebärmutter (Hysteroskopie) eingebracht. Mit sehr kleinen Instrumenten kann dann ohne größeren Schnitt operiert werden.

Hysteroskopie

Als Hysteroskopie bezeichnet man eine Operationsmethode, bei der durch die Scheide mit einer kleinen Kamera in die Gebärmutter eingegangen wird. Hierbei ist kein Schnitt notwendig. Kleine Muskelknoten, die in der Gebärmutterhöhle liegen (Myome), Polypen der Gebärmutterschleimhaut oder auch Verwachsungen oder Fehlbildungen der Gebärmutter, wie zum Beispiel ein Septum, können so ganz ohne Schnitt entfernt werden. Manchmal wird eine Hysteroskopie aber auch nur als diagnostischer Eingriff durchgeführt, um zum Beispiel Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch oder aber auch Blutungen in der Menopause („Wechseljahre“) abzuklären.

Der Eingriff erfolgt in einer kurzen Narkose und kann meist ambulant durchgeführt werden. Die Risiken bei einem solchen Eingriff sind gering und Sie werden selbstverständlich in einem ausführlichen Gespräch mehrere Tage oder Wochen vor der Operation genau über alle Komplikationsmöglichkeiten und Alternativen aufgeklärt.

 

Laparoskopie

Als Laparoskopie oder Bauchspiegelung bezeichnet man einen Eingriff, bei dem eine kleine Kamera durch einen Schnitt am Bauchnabel in die Bauchhöhle eingebracht wird. Um Operieren zu können, wird der Bauch mit CO2-Gas leicht aufgeblasen. Durch zwei oder drei kleine Schnitte (je ca. 5mm) im Unterbauch werden die Instrumente eingebracht. Mit dieser Operation kann man Zysten oder Myome entfernen, eine Endometrioseerkrankung absichern und behandeln oder auch die ganze Gebärmutter entfernen, falls dies notwendig sein sollte. Auch die Eileiter lassen sich hierbei gut beurteilen.

Dieser Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt. Über die Risiken und Komplikationsmöglichkeiten und auch die Behandlungsalternativen werden Sie selbstverständlich in einem ausführlichen Gespräch mehrere Tage oder Wochen vor der Operation genau aufgeklärt.

 

Fertiloskopie

Die Fertiloskopie ist eine neue Methode, die vor allem bei Patientinnen mit unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt wird.

Die Fertiloskopie ist eine Sonderform der Laparoskopie, bei der kein Schnitt am Bauch notwendig wird. Statt durch den Bauchnabel wird durch einen kleinen Schnitt am Ende der Scheide die Kamera in den Bauchraum eingebracht. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass der Bauch nicht mit CO2 aufgeblasen wird, sondern nur eine geringe Menge Flüssigkeit eingebracht wird, um operieren zu können. Diese Technik eignet sich vor allem, um die Funktion der Eileiter verlässlich beurteilen zu können oder Endometriose auszuschließen.

Aber auch ein polycystisches Ovarsyndrom (PCO) mit unregelmäßigen Zyklen kann bei Kinderwunsch so behandelt werden. Dazu werden kleine Einstiche in die Eierstöcke gemacht (Stichelung, Ovarian Drilling) und so die Anzahl der Zysten und der hormonproduzierenden Oberfläche verringert. In bis zu 80% der Fälle kommt es anschließend zu einem spontanen Zyklus und in 60-90% zur Entstehung einer Schwangerschaft.

Dieser Eingriff wird in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt und dauert zwischen 15 und 25 Minuten. Meist ist der Eingriff ambulant möglich und Sie können die Klinik am selben Tag wieder verlassen. Über die Risiken und Komplikationsmöglichkeiten und auch die Behandlungsalternativen werden Sie selbstverständlich in einem ausführlichen Gespräch mehrere Tage oder Wochen vor der Operation genau aufgeklärt.